Dupuytren´sche Kontraktur

Schlosspraxis Brühl
Dr. med. Achmed Tobias Scheersoi
Dr. med. Maximilian Rossbach
Fachärzte für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie
Mühlenstraße 25 / 50321 Brühl

Telefon 02232/213324
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Dupuytren´sche Kontraktur Köln, Bonn

Die Dupuytren’sche Erkrankung, auch bekannt als Morbus Dupuytren oder Dupuytren-Kontraktur, ist eine gutartige Bindegewebserkrankung der Hand, die zu den häufigsten operationsbedürftigen Diagnosen in der Handchirurgie zählt. Die Ursache der Erkrankung ist ungeklärt. Ihr Name geht auf den Erstbeschreiber Baron Guillaume Dupuytren (1777-1835) zurück, einen namhaften französischen Chirurgen.

Die Erkrankung tritt durch Verhärtungen in der Handinnenfläche mit Knoten- und Strangbildungen in Erscheinung. Diese Veränderungen gehen von der dortigen Bindegewebeschicht aus. Im weiteren, meist langjährigen, Verlauf können in Folge einer zunehmenden Schrumpfung der Bindegewebsverhärtungen die Finger nicht mehr ausgestreckt werden. Die Fingerbeugesehnen sind dabei nicht etwa verkürzt. Die Dupuytren’sche Erkrankung wird durch die ärztliche Untersuchung der Hand festgestellt. Spezielle zusätzliche Untersuchungen sind im Regelfall nicht erforderlich.

Behandlung der Dupuytren'schen Kontraktur ohne OP - Nadelfasziotomie

Neben der operativen Behandlung der Dupuytren-Kontraktur stellt die Nadelfasziotomie von einzelnen Dupyutren’schen Strängen ein sinnvolles Behandlungskonzept der Erkrankung dar. Hierbei werden einzelne Bindegewebsstränge unter örtlicher Betäubung unter der Haut mit einer speziellen Kanüle gelöst, somit kann dann meist der betroffene Finger wieder gestreckt werden. 

Die Nadelfasziotomie ist in ausgewählten Fällen ein sehr schnelles und risikoarmes Verfahren, wenn eine Operation aufgrund von Begleiterkrankungen zu riskant erscheint oder wenn einzelne lokale Stränge vorliegen, die zu einer deutlichen Bewegungseinschränkung führen. Nach dieser schnellen und wenig invasiven Behandlung treten allerdings Bewegungseinschränkungen im Vergleich zu den anderen Behandlungsmethoden deutlich häufiger wieder auf. 

Operative Behandlung der Dupuytren'schen Kontraktur

Die Indikation zur operativen Behandlung von Morbus Dupuytren ergibt sich aus dem Ausprägungsgrad der Erkrankung und dem individuellen Patiententyp. Die einzig effektive operative Therapie besteht in der Durchtrennung und Entfernung der bindegewebigen Verhärtungen aus der Hohlhand sowie der Beugeseite der Finger.

Die Operation bei einer Dupuytren-Kontraktur wird in der Regel als stationäre Behandlung durchgeführt. Der Arm wird dabei regional betäubt (Plexusanästhesie: Blockade des Armnervengeflechtes mittels örtlicher Betäubungsmittel). Die operierte Hand wird in einem Kompressionspolsterverband und mit Hilfe einer Gipsschiene ruhig gestellt. Hochlagerung und ausgiebige Kühlung helfen, eine operationsbedingte Schwellung zu vermeiden.

Womit ist nach der Operation bei Morbus Dupuytren zu rechnen?

Im Verlauf der ersten Woche wird die Gipsschiene entfernt und mit Bewegungsübungen der Finger begonnen. Am Ende der zweiten Woche können - nach Entfernen der Fäden an den Hautnähten - Handbäder angeschlossen werden. Unter Umständen sind krankengymnastische Übungsbehandlungen notwendig. Insgesamt ist mit einer Erholungszeit der operierten Hand von 4 bis 6 Wochen zu rechnen.

Übernahme der Kosten einer Behandlung der Dupuytren'schen Kontraktur

Die Behandlungskosten einer Dupuytren'schen Kontraktur werden sowohl von den gesetzlichen Krankenkassen, als auch den privaten Krankenversicherungen übernommen. Die Schlosspraxis Brühl ist eine Privatpraxis, so dass nur mit privaten Kostenträgern abgerechnet werden kann. Sollten Sie bei einer gesetzlichen Krankenkassen versichert sein, dann bitten wir Sie sich an die Ambulanz des Marienhospital Brühl zu wenden. Unser Handchirurg Dr. Scheersoi bietet dort eine Sprechstunde für gesetzlich Versicherte an.

Gerne können Sie einen persönlichen Vorstellungstermin zur medizinischen Beratung in der Schlosspraxis Brühl vereinbaren.

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