Rhizarthrose

Schlosspraxis Brühl
Dr. med. Achmed Tobias Scheersoi
Dr. med. Maximilian Rossbach
Fachärzte für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie
Mühlenstraße 25 / 50321 Brühl

Telefon 02232/213324
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Die Arthrose des Daumensattelgelenks (Rhizarthrose)

Der Gelenkverschleiß (Arthrose) des Daumensattelgelenkes ist eine der häufigsten Schmerzursachen an der Hand. Die so genannte Rhizarthrose kann Symptome wie Schwellungen und Verformung des Daumens sowie Schmerzen verursachen. Die Schmerzen können bei Bewegungen auftreten (z.B. beim Zugreifen oder bei Belastung der Hand wie Gläser oder Flaschen öffnen, Schlüssel drehen etc.) oder auch im Ruhezustand entstehen.

Die Diagnose lässt sich durch eine einfache Untersuchung stellen und durch eine Röntgenaufnahme zusätzlich absichern. Je nach Krankheitsverlauf gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten für die Rhizarthrose am Daumen. Ohne eine Operation kann zunächst der Daumen mit einer Schiene ruhig gestellt werden, unterstützend werden Medikamente gegen die Schmerzen verabreicht (Antirheumatika). Es gibt auch die Möglichkeit einer Kortisonspritze, der Ultraschallbehandlung oder der Radiosynoviorthese (Verödung der Gelenkschleimhaut mit Hilfe eines radioaktiven Stoffes). 

Diese Behandlungsverfahren zeigen gute Erfolge in den Anfangsstadien der Rhizarthose. Als operative Behandlungsmöglichkeiten werden überwiegend die Resektionsarthroplastik (Gelenkersatz mit eigenem Gewebe) und die Arthrodese (Gelenkversteifung) angewandt. Bei nahezu allen Fällen lässt sich bereits mit einer Resektionsathroplastik ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Untersuchungen haben gezeigt, dass über 85% der Patienten nach einer solchen Operation schmerzfrei sind. Die restlichen Patienten haben eine deutliche Schmerzreduktion, wobei eine Schmerzlinderung zwischen 60 bis 90 % festzustellen ist. Der Daumen ist wieder beweglich und zeigt eine gute Stabilität beim kraftvollen Einsatz der Hand.

Wie läuft die Behandlung der Rhizarthrose ab?

Die Vorbereitung zur Operation erfolgt ambulant, im Rahmen der vorstationären Untersuchung (Aufklärungsgespräch mit Handchirurg und Narkosearzt). Die Operation wird in der Regel in Plexusanaesthesie (Narkose des Armes) durchgeführt, sie kann jedoch auch in Vollnarkose erfolgen. Der stationäre Aufenthalt beträgt 1-2 Tage.

Womit ist nach der Operation zu rechnen?

Durch die minimal invasive Operationstechnik wird die Hand sehr geschont, so dass die Wunden schnell heilen. Die Hand kann direkt nach der Operation wieder bewegt werden. Zum Schutz wird jedoch eine kleine Daumenschiene für 4 Wochen getragen. Abschließend kann eine krankengymnastische Behandlung zum Bewegungsaufbau des Daumens notwendig werden. Viele Patienten schaffen es jedoch rasch eigenständig durch die Handbewegung im Alltag.


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