Patienteninformation zum Thema fehlerhafte Brustimplantate der französischen Firma PIP

24.05.2013

Von den Fachgesellschaften der Plastischen Chirurgen und Gynäkologen sowie dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wird empfohlen die Implantate der Firma PIP (PolyImplatProthèse) entfernen zu lassen. Der Eingriff sollte jedoch sorgfältig geplant und nicht überstürzt erfolgen. Patientinnen, die sich nicht an die Empfehlungen halten, müssen die Gefahr von Implantat-Rissen, erhöhte Komplikationsraten bei der Entfernung und die kaum bekannte Toxizität des verwendeten minderwertigen Silikongels in Kauf nehmen.

Bei allen Patientinnen, die von mir behandelt worden sind, wurden ausschließlich Implantate der Firmen Polytech (www.polytechhealth.de) und Allergan (www.natrelle.de) genutzt. Die Produkte beider Hersteller sind nach neusten Erkenntnissen absolut unbedenklich. Alle Patienten, die von meinen Vorgängern im Marienhospital Brühl operiert worden sind haben Implantate der Firma Sebbin (www.sebbin.com) erhalten, welche ebenfalls unbedenklich sind und nicht die beschriebenen Mängel und Gefahren der PIP-Implantate aufweisen.

Sollten bei Ihnen Implantate der Firma PIP verwendet worden sein, berate ich Sie gerne über das sichere Vorgehen bei der Implantatentfernung. Bitte wenden Sie sich hierfür direkt an meine Praxis, Schlosspraxis Brühl, Telefon: 02232/213324 oder info@schlosspraxis-bruehl.de.

Gerne informiere ich Sie ebenfalls über die aktuellen Entwicklungen und jeweils neuesten Erkenntnisse zu diesem Thema.

Die Krankenkassen übernehmen entstehende Kosten, wenn eine medizinische Indikation besteht. Sollte die Erstoperation keine Brustrekonstruktion gewesen sondern aus ästhetischen Gründen erfolgt sein, kann die Krankenkasse die Patienten in „angemessenem“ Umfang an den Kosten der Operation beteiligen.

Dr. med. Achmed Tobias Scheersoi
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Handchirurgie

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