Brustimplantate wechseln
Sichere Techniken & Premium Implantate

  • Behandlungszeit: 2 – 3 Stunden
  • Betäubung: Vollnarkose
  • Aufenthalt: Stationär
  • Arbeitsfähig: nach 1 - 2 Wochen
  • Schonung: ca. 6 Wochen

Jetzt einen Termin vereinbaren
Focus Siegel 2021

Wer sich einer Brustvergrößerung unterzieht hofft, dass das optische Ergebnis der Operation und die eingesetzten Implantate so lange wie möglich halten. Leider müssen Implantate oft nach einiger Zeit ausgetauscht werden. Wann ein Wechsel notwendig ist und wie die Brustimplantate ausgetauscht werden, erfahren Sie hier von unseren Fachärzten.

Welche Gründe gibt es für einen Wechsel der Brustimplantate?

  1. Medizinische Gründe (Kapselfibrose, defektes Implantat, mangelhafte Einheilung, Ablauf der Haltbarkeit)
  2. Persönliche Gründe (Unzufriedenheit mit dem Ergebnis)

Der häufigste medizinische Grund für einen Implanatwechsel ist die Kapselfibrose. Bei der Kapselfibrose kommt es zu einer Verdickung und Aushärtung der körpereigenen Kapsel, die sich um das Silikonimplantat herum bildet.

Ein weiterer, wichtiger Grund ist der Defekt eines Implantates: Im Laufe der Zeit können sich Risse in der Hülle des Implantates bilden. Zwar tritt bei modernen, hochwertigen Implantaten kein Silikon aus, trotzdem sollten die Brustimplantate gewechselt werden. Per Ultraschall oder MRT können wir solche Risse im Implantat feststellen.

Brustimplantate der älteren Generation haben meist nur eine begrenzte Lebensdauer und müssen daher in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden. Der Wechsel sollte je nach Implantat alle 10 bis 15 Jahre erfolgen.

Wenn die eingesetzten Silikonimplantate nicht richtig einheilen, kann eine zu große innere Höhle dafür verantwortlich sein. Das Implantat kann so z. B. im Liegen zur Seite rutschen oder sich verdrehen. In solchen Fällen muss die innere Höhle verkleinert und häufig ein neues Brustimplantat eingesetzt werden.

Sind Sie unzufrieden mit dem ästhetischen Ergebnis der Brustvergrößerung, können wir ebenfalls einen Implantatwechsel durchführen. Relativ häufig kommt es vor, dass Frauen nach ein paar Jahren eine weitere Vergrößerung wünschen. Daher ist es besonders wichtig vor einer Brustvergrößerung genau über das gewünschte Ergebnis und die verwendeten Implantate zu sprechen. Auch in Folge einer Schwangerschaft oder Gewichtsabnahme kann es passieren, dass Frauen mit dem Erscheinungsbild ihrer Brust nicht mehr zufrieden sind und sich eine Veränderung wünschen.

Haben Sie einen Grund für einen Implantatwechsel?
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei einem unserer Fachärzte.

Jetzt einen Termin vereinbaren

Ablauf beim Wechsel von Brustimplantaten

Anfangs ist wichtig den Grund für einen Implantatwechsel von Ihnen zu erfahren. Das ist wichtig für die weitere Planung.

Im Falle einer Kapselfibrose oder eines Implantatdefektes sollten Sie zunächst eine Ultraschalluntersuchung durchführen lassen. Hierfür empfehlen wir Ihnen die Abteilung für Gynäkologie des benachbarten Marienhospital. Die Ansprechpartner und Kontaktdaten vermitteln wir gerne.

Im persönlichen Beratungsgespräch (Dauer ca. 1h) besprechen unsere Fachärzte mit Ihnen was Sie sich wünschen und wie wir diese Wünsche umsetzen können. Ein Implantatwechsel wird in Vollnarkose durchführt und Sie sollten nach der Operation für 1-2 Tage auf der Privatstation (2-Bett Zimmer, 1-Bett Zimmer nach Verfügbarkeit) verbleiben.

Nachbehandlung eines Implantatwechsels

Auch die neuen Implantate müssen wieder einheilen. Für mindestens 6 Wochen müssen Sie deshalb Tag und Nacht einen speziellen Kompressions-Bh tragen müssen, den Sie von uns erhalten. Auf Wunsch erhalten Sie von uns gerne einen zweiten BH zum Wechseln. Wie lange Sie in Ihrem Job ausfallen, besprechen wir vorab mit Ihnen. Je nach beruflicher Tätigkeit sollten Sie mit 1-3 Wochen Ausfallzeit rechnen.

Wenn Sie eine Kostenübernahme von Ihrer Krankenkasse für die Entfernung der alten Implantate haben, können Sie eine Krankmeldung erhalten. Sobald die Wunden verheilt sind, erhalten Sie von uns ein spezielles Narbengel mit dem Sie die Narben täglich massieren können. Bei Bedarf können wir die Abheilung der Narben mit einem Needling oder einer Laserbehandlung beschleunigen.

Risiken beim Brustimplantate wechseln

Grundsätzlich bestehen die gleichen Risiken wie bei der ersten Operation zur Vergrößerung. Insbesondere in den ersten 24 Stunden besteht das Risiko einer Nachblutung. Daher ist es in dieser Zeit wichtig Ruhe zu halten, die Brüste zu kühlen und möglichst auf Rauchen zu verzichten. Im weiteren Verlauf kann es zu Störungen der Wundheilung oder Entzündungen kommen.

Wir tun sowohl während, als auch nach der Operation alles dafür das Risiko für das Auftreten dieser Komplikationen so weit wie möglich zu reduzieren. Sprechen Sie uns bitte einfach an, wenn Sie von bestimmten Komplikationen gehört oder vor Risiken Angst haben.

Kosten die Brustimplantate wechseln zu lassen

Die Kosten für einen Implantatwechsel sind von verschiedenen Faktoren abhängig und müssen im Einzelfall bestimmt werden. Einfluss hat beispielsweise, ob wir die Kapsel entfernen müssen, wir einen Wechsel des Implantatfaches von epipectoral (auf dem Muskel) zu subpectoral (unter dem Muskel) durchführen oder eine zusätzliche Bruststraffung erfolgen muss.

Am Ende des Beratungsgespräches erhalten Sie von unseren Fachärzten einen Kostenvoranschlag. Wenn Sie Kostenvoranschläge vergleichen, dann achten Sie bitte darauf was darin enthalten ist und ob zusätzliche Kosten, z.B. für Schmerzmittel, BH, Nachkontrollen, Anästhesie oder Übernachtung erhoben werden.

Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei einem unserer Fachärzte.

Jetzt einen Termin vereinbaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Werden die Kosten eines Implantatwechsels von der Krankenkasse übernommen?

    Grundsätzlich handelt es sich bei der Brustvergrößerung und damit auch beim Wechsel eines Implantates um eine ästhetische Behandlung. Daher sind die Krankenkassen nicht verpflichtet sich an den Kosten zu beteiligen.

    Beim Nachweis einer Kapselfibrose 3. oder 4. Grades oder einem Implantatdefekt kann ein Antrag auf Kostenübernahme bei der zuständigen Krankenkasse gestellt werden. Die Krankenkasse übernimmt jedoch nur die Kosten der Entfernung alter Implantate.

    Neue Implantate, das Einsetzen der neuen Implantate oder eine begleitende Bruststraffung werden von den Krankenkassen nicht übernommen.

  • Wie oft müssen Brustimplantate gewechselt werden?

    Bei modernen Implantaten der neuesten Generation (z.B. Motiva, Polytech, u.a.) ist ein routinemäßiger Wechsel nicht mehr erforderlich. Hier erfolgt ein Implantatwechsel nur in Ausnahmefällen, etwa falls Beschwerden mit dem Implantat auftreten (Kapselfibrose, Rissbildung) oder die Größe angepasst werden soll.

    Brustimplantate älterer Generationen müssen meist nach 10-15 Jahren gewechselt werden.

  • Wie lange kann ein Brustimplantat drin bleiben?

    Hochwertige Brustimplantate der neuesten Generation verbleiben so lange im Körper bis ein Grund auftritt die Implantate zu wechseln (z.B. Kapselfibrose, Implantatdefekt).

    In der Zwischenzeit sollten die Implantate etwa 1 x jährlich untersucht werden.

  • Wie merkt man, dass man eine Kapselfibrose hat?

    Eine Kapselfibrose (oder Kapselkontraktur) kann einseitig oder auch beidseitig auftreten. Meistens bemerken betroffene Frauen, dass sich eine Brust fester anfühlt als die andere Brust.

    Bei fortgeschrittenen Kapselfibrosen (Grad 3 und 4) kommt es neben der Verhärtung auch zu einer Formveränderung der Brust und begleitenden Schmerzen.

  • Wie merkt man, dass ein Implantat kaputt ist?

    Ein Implantatdefekt ist schwerer zu bemerken als eine Kapselfibrose. Die meisten Frauen bemerken eine Veränderung beim Anfassen der Brust, ohne dies genauer beschreiben zu können. Dies kann daran liegen, dass die Festigkeit des Implantates durch die Verletzung der Hülle reduziert ist.